Das Auge kauft mit - angehende Einzelhändler präsentieren Waren
Einige Regeln der Warenplatzierung sind offensichtlich, z. B. dass sich Kunden nicht gerne bücken oder strecken und Quengelware an der Kasse aufzubauen ist. Aber daneben existiert noch eine ganze Anzahl von Regeln der umsatzsteigernden Warenpräsentation, die von der Betriebsform, den Kunden, den Artikeln und dem Standort des Geschäftes abhängen.
Die angehenden Einzelhändler der Grundstufe (BS EH 11) und Mittelstufe (BS EH 10) gründeten im Rahmen eines Projektes im Lernfeld „Waren präsentieren“ unter der Betreuung der Studienrätin Frau Rumpenhorst zuerst ein Einzelhandelsgeschäft, dann beschrieben sie die Betriebsform, die Zielgruppe, die zu verkaufenden Waren und den Standort ihres „Geschäftes“. Darauf aufbauend entschieden sie sich für die Lage der einzelnen Waren, für die entsprechenden Warenträger und gestalteten ihren Laden von der Wandfarbe bis hin zur Hintergrundmusik. Der Abschluss des Projektes war die Vorstellung der besten „Geschäfte“.
Die Schüler/innen des letzten Ausbildungsjahres standen vor einer schwierigeren Herausforderung. In einem praxisnahen Planspiel, in dem es um ein von der Insolvenz bedrohtes Sportgeschäft ging, analysierten sie die Kennzahlen des Ladens bzw. der einzelnen Warengruppen. Anschließend entwickelten sie aufgrund der o. g. Regeln und Zahlen einen Ansatz pro Jahreszeit für eine gewinnsteigernde Warenplatzierung. Sie listeten Warengruppen aus, nahmen neue Produkte auf und gestalteten die Ladeneinrichtung neu. Abgeschlossen wurde die Unterrichtsreihe durch die kritische Prüfung der Ergebnisse durch die eignen Mitschüler/innen und der betreuenden Studienrätin Frau Rumpenhorst.
Alle Schüler/innen sagten selbst, dass sie viel durch diese Projekte für ihren Beruf gelernt haben und freuen sich schon jetzt auf das nächste Projekt.
Beate Rumpenhorst
